Schneeschuhtour in der Mieminger Kette

Blick auf die Ehrwalder SonnenspitzeGeplant war für dieses WE (14.03.2015)eine Schneeschuhtour auf die Kohlbergspitze, den Hausberg in Bichlbach/Ammergauer Alpen. Mehr Konditionstraining als photographisches Vorhaben. Obwohl noch recht winterlich überall, waren die Hänge der Kohlbergspitze bis kurz vor dem Gipfelbereich komplett schneefrei. Nach langer, eifrigen Suche nach alternativen Touren in den Lechtalern Alpen mithilfe der DAV-Karten, riet uns Claudia, unsere Gastgeberin in Mair’s Landgasthof in Ehrwald, Richtung Tajatörl zu laufen. Gesagt, getan. Die enorme Masse der Skifahrer blieb zurück sobald wir die Pisten um die Ehwalder Alm herum hinter uns gelassen haben und uns auf den Forstweg Richtung Coburger Hütte gemacht haben.

Immer wieder lese ich, dass Schneeschuhtouren angeblich der letzte Trend in der alpinen winterlichen Landschaft sei, weit und breit aber sind wir  immer die einzigen, die sich mit diesen recht ungemütlichen Gehhilfen fortbewegen. Ski-Touren wären natürlich bequemer und zeitsparender, die Zeit zum Üben aber, bis wir in der Lage sind auch einfache Touren zu meistern, ist  bei der Entfernung zu den Alpen, die wir bewältigen müssten, einfach nicht gegeben. Wollen wir im Winter in die Berge, dann sind Schneeschuhe die einzige Möglichkeit. Außerdem müsste sich diese Investition zunächst amortisieren, bevor ich überhaupt an Ski-Ausrüstung und -Kurse denke.

So…. über die Tour an sich ist nicht viel zu sagen, außer dass die Miemminger Kette viel spektakulärer ist als die Vorläufer der Lechtaler Alpen, die wir am Abend davor in Betracht gezogen haben. Die Strecke Ehrwalder Alm – Tajatörl ist Teil einer größeren Skitour von Marienbergjoch (Talort: Biberwier) zu Ehrwalder Alm und wird somit i.d.R. im Abstieg gemacht (da der Aufstieg ca. 5 km hat und der Abstieg/die Abfahrt 10km). Eine sehr gute Beschreibung der Gesamtour findet man bei Almenrausch.at.  Gelaufen sind wir nicht bis zum Tajatörl, wie von Claudia empfohlen, sondern bogen irgendwann rechts ab und stiegen weiter hinauf bis zu dem Sattel zwischen dem Hinteren und Vorderen Tajkopf. Dort wollten wir sehen, ob es Richtung Coburger Hütte Abstiegsspuren gibt und eventuell dort weiter absteigen und somit den Vorderen Tajakopf umrunden. Es gab aber keine Abstiegsspuren bis zur Hütte, der Hang war zu steil, der Umweg zu groß gewesen und am Abend in der Pension ließen wir uns von Claudia sagen, dass die Strecke um die Südhängen des Vorderen Tajakopfs (wir kamen vom Norden) wegen Lawinengefahr im Winter immer gesperrt ist (offiziell. Ab der Coburger Hütte sahen wir jede Menge Ski-Spuren).

Im Aufstieg mussten wir 2 steilere Hänge hinter uns bringen (einmal ca. 40º ca 150 Hm, einmal ca 35º ca 300 Hm). Dennoch schienen die Hänge nicht lawinengefährdet, außerdem war am ganzen Tag Stufe I und die Schneedecke war sehr fest, blieb auch so den ganzen Tag. Beide Hänge waren fast die ganze Zeit aufgrund ihrer Exposition vor der Sonne geschützt und wir haben über die ganze Strecke nirgendwo Lawinenaktivität gesichtet. Alleine unterwegs waren wir auch nicht.

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