Reiter Alpe, Berchtesgadener Alpen

Einstandstour in die Sommersaison: die Überschreitung des Hochplateaus Reiter Alm (oder Reiter Alpe oder Reither Steinberge) in den Berchtesgadener Alpen.

Route: Parkplatz Triebenbachstraße- Edelweißlahner – Hochplateau – Abstieg über den Böslsteig – Hintersee – Parkplatz. Gesamtlänge: ca 14 km.

Synopsis: es gibt wenige Tourenberichte über die Reiter Alpe, weil sie selten begangen ist. Auf dem Hochplateau (5km) waren wir an diesem Tag alleine. Die Schneefelder waren nicht gespurt, das zeigt, dass es bis jetzt nicht viele gab, wenn überhaupt irgendwelche, die den Hochplateau durchquert haben. In dem einzigen Bericht, den ich im Internet über die Reiter Alm gefunden habe, wird der Aufstieg zum Edelweißlahner als eine T5+ Wanderung mit II UIAA Stellen angegeben. Ich bin nicht so gut mit Einschätzungen und lasse es dabei. Es gibt keine Einkehrmöglichkeiten (im Notfall kann man zur Traunsteiner Hütte, muss dann aber ca. 1,5 Std. Umweg im Kauf nehmen) und keine Wasserquellen (wobei im Frühjahr die Schneefelder gute Dienste leisten).

Konkrete Infos: der Aufstieg zum Edelweißlahner über die Ostwand (der einzige, wirklich interessante) ist sehr steil. An der Baumgrenze erfolgt der Einstieg in die Wand mit einem fast senkrechten Abschnitt von 10-15m, dessen Schwierigkeit durch ein Drahtseil jedoch deutlich entschärft ist. Die Orientierung ist alles andere als einfach. Der Weg ist sehr schwach geprägt, je höher man kommt desto spärlicher die Markierungen, auch die Trittspuren sind immer schwacher, irgendwann verschwinden sie vollkommen (tauchen dann aber kurz vor dem Gipfel wieder auf). Vor zwei Jahren habe ich die Tour alleine gemacht und habe mich an dieser Stelle in eine gefährliche Situation gebracht. Ich habe den Weg irgendwann nicht mehr gesehen und vermeintlichen Spuren (die es doch keine waren) folgend, fand mich plötzlich mitten in der Wand unter dem Gipfel im Schwierigkeitsgrad III. Ohne GPS hätten Matthias und ich auch dieses Mal den Weg nicht gefunden und auch so gestaltete sich  die Wegfindung an einer Stelle doch recht schwierig. Ich glaube, da es auch andere Wege gibt, die zum Edelweißlahner führen (über Eisberg oder von der Traunsteiner Hütte), wird die Route, die vom Hintersee direkt nach oben führt, einfach nicht mehr gepflegt. Wenn es kurz davor auch noch geregnet hat (wie bei uns jetzt der Fall war) ist der Aufstieg dazu noch recht rutschig und dadurch gefährlicher, da es en route genug Stellen gibt, an denen man sich keinen falschen Schritt leisten kann. Ein Abstieg kann dann noch gefährlicher sein. Wer die Rundtour machen will, ist deshalb besser aufgehoben, wenn er über den Edelweißlahner aufsteigt und über den Böslsteig wieder runter geht. Zwar ist auch der Böslsteig an vielen Stellen anspruchsvoll und ausgesetzt, bei weitem aber nicht so steil wie der Weg zum Edelweißlahner.

Leider sind mir an diesem Tag keine tollen Fotos gelungen, die auch nur annähernd die Schönheit der Landschaft oder die Schwierigkeiten des Aufstiegs darstellen können. Zum einen, war es unmöglich mit der Kamera am Hals zu laufen, zum zweiten, drohte laut Wetterprognose Gewittergefahr ab 15.00 Uhr. Wir haben uns deshalb die ganze Zeit beeilt. Was wir durch einen flotten Schritt jedoch gewonnen habe, ging wieder verloren als wir mitten im Böslsteig eine Stunde lang uns gegenseitig nach Zecken untersucht haben.

Auf dem Plateau waren noch viele Schneefelder, die gelegentlich den GPS-Einsatz erforderlich machten oder umgangen werden mussten.

 

Here is the GPS Track

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3 Comments

  1. Alex 10. Juli 2013 at 20:33 #

    Hallo,

    leider geht der link zum GPS Track nicht! Wir werden dieses Wochenende die selbe Tour gehen, da wäre natürlich dieser Track hilfreich!

    Gruß
    Alex

    • Caterina Mrenes 10. Juli 2013 at 20:40 #

      Hi Alex, ich habe ein paar updates installiert und seitdem funktioniert leider kein GPS-track mehr. Wir müssen schauen, dass wir das irgendwie wieder hinkriegen. Ich schicke Dir den Track per E-Mail. Viele Grüße, Caterina.

  2. Caterina Mrenes 25. Juni 2013 at 14:26 #

    Hey Axel, drück uns die Daumen für die nächste Tour: mit ein bisschen Glück machen wir Anfang Juli den Piz Palü!

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